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	<title>Roland Quant</title>
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	<description>Wohin geht das Böse, wenn wir es nicht sehen?</description>
	<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 09:54:41 +0000</pubDate>
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		<title>Quant: Zum Geist der Zeit</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 10:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zum Geist der Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Schriftsteller sind nicht frei. Sie sind ein Sprachrohr f&#252;r Etwas, das gr&#246;&#223;er ist als sie selbst, Etwas das sie selbst nur unvollst&#228;ndig kennen. Sie sind ein Medium, das den Geist der Zeit in die &#214;ffentlichkeit &#252;bertr&#228;gt und bei dieser Aufgabe an NICHTS gebunden ist. B&#252;cher und Geschichten sind dazu nur ein Weg. Ich will in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schriftsteller sind nicht frei. Sie sind ein Sprachrohr f&#252;r Etwas, das gr&#246;&#223;er ist als sie selbst, Etwas das sie selbst nur unvollst&#228;ndig kennen. Sie sind ein Medium, das den Geist der Zeit in die &#214;ffentlichkeit &#252;bertr&#228;gt und bei dieser Aufgabe an NICHTS gebunden ist. B&#252;cher und Geschichten sind dazu nur ein Weg. Ich will in dieser Kolumne auf aktuelle Themen und Probleme eingehen, die die quer zur Prosa stehen und K&#252;rze verlagen.</p>
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		<title>Diskurs &#252;ber virtuelle Liebe</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 07:44:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

		<category><![CDATA[Zum Geist der Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man Frauen &#252;ber das Internet sucht, dann wird man innerhalb weniger Monate von diesem Medium, von seiner Struktur zun&#228;chst ein wenig begl&#252;ckt, dann dominiert und schlie&#223;lich terrorisiert – fast nichts kann man dagegen machen. Eine zwanghafte, perfektionistische Wehrlosigkeit stellt sich ein. Suche wird Sucht, K&#246;rper werden sich gleich, der Ekel vor weiblichen Menschen steigt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man Frauen &#252;ber das Internet sucht, dann wird man innerhalb weniger Monate von diesem Medium, von seiner Struktur zun&#228;chst ein wenig begl&#252;ckt, dann dominiert und schlie&#223;lich terrorisiert – fast nichts kann man dagegen machen. Eine zwanghafte, perfektionistische Wehrlosigkeit stellt sich ein. Suche wird Sucht, K&#246;rper werden sich gleich, der Ekel vor weiblichen Menschen steigt, man sollte den Stecker rausziehen.<span id="more-94"></span></p>
<p>Heute verwalten die besten digitalen Partnerb&#246;rsen im Internet gleich Millionen von sogenannten &#8216;Partnerprofilen&#8217; und bieten dazu komplexe psychologisch- und ergonomisch fundierte Suchfunktionen. Neu.de, Pharship und Elite-Partner k&#246;nnen das. Daf&#252;r werben sogar Professoren im Fernsehen. Verwissenschaftlichung als Professionalisierungsstrategie f&#252;r Partnerb&#246;rsen, wie sch&#246;n! Theoretisch abgesegnetes Blendwerk, rational, vern&#252;nftig, &#252;berzeugend.</p>
<p>&#8216;Internet-B&#246;rse&#8217; ist f&#252;r die ganze Veranstaltung auch genau der richtige Begriff, weil die Marktf&#246;rmigkeit der tempor&#228;ren Vermittlung von Sexualkontakten darin eine ganz neue, konsequent moderne Form gefunden hat. Die &#246;konomische Kampfzone des Marktes und der Globalisierung wird auf das Geschlechterverh&#228;ltnis mit digitalen Mitteln ausgeweitet. Das ist ein Gro&#223;versuch, dessen Folgen nicht abzusch&#228;tzen sind. Es wird auch bemerkenswert wenig von den Kollegen dar&#252;ber geforscht – und wenn doch, dann anwendungsorientiert, was dann ordentlich Geld in die Kassen der armen Professoren sp&#252;lt.</p>
<p>Meine Erfahrungen in diesem Bereich sagen mir, dass 80% der Nutzerkarrieren beim Internetdating sehr gleichf&#246;rmig verlaufen (Karriere ist, wie sich das Engagement auf dem Markt mit der Zeit entwickelt). Es beginnt immer und bei allen mit einer Art nicht akzeptierter Einsamkeit und nat&#252;rlich mit gro&#223;en Tr&#228;umen. Und das Tragische ist, dass weder das Eine noch das Andere im Verlauf einer Nutzerkarriere v&#246;llig auszurotten ist, weder Einsamkeit noch Tr&#228;ume kommen zum Verschwinden. Im Gegenteil: Diese Daumenschreiben werden einem in immer neuen Windungen hart in Fleisch gepresst.</p>
<p>Es braucht es nur noch ein PC mit Internetanschluss und schon ist man in seiner tragischen Nutzerkarriere mitten drin. Diesem Anfang folgt ein tagelanges Experimentieren mit den eigenen Texten und Bildern, die einem von der besten Seite zeigen sollen, ohne (direkt) zu l&#252;gen. Wenn man das alles erst einmal hat, dann mischt man bald in einem halben Duzend digitalen Partnerb&#246;rsen mit und ist (wahrscheinlich das erste und letzte Mal in seiner Nutzerkarriere) wirklich so richtig zufrieden. Allerdings nur mit sich selbst.</p>
<p>Und genau an dieser Zeitstelle teilen sich dann schlagartig die Nutzerkarrieren in Geschlechts-, Alters- und soziale Klassen auf, die ganz unterschiedliche aber typische Schicksale mit sich bringen. Der Grund sind die biografischen Konstellationen, die unweigerlich aufeinander treffen: Die mittelschichtigen, passablen jungen Frauen bis 35 wollen nat&#252;rlich reiche junge Karrierem&#228;nner mit schnellen Autos, die nicht nur f&#252;rs Wochenende geliehen sein sollten! Die M&#228;nner sollten unterhaltsam, sch&#246;n, reich und sportlich sein. Diese Frauen denken also weiter, die Einsamkeit soll sich in einem realisierten, lebenslangen Traum aufl&#246;sen.</p>
<p>Genau diese M&#228;nner im virtuellen Fadenkreuz werden aber niemals ein Motiv entwickeln, solche Partnerb&#246;rsen ernsthaft zu nutzen! Sie kriegen n&#228;mlich alles, was sie an Weiblichkeit brauchen, viel leichter anderswo, n&#228;mlich in ihrem wohlstandsverwahrlosten Luxusambiente. Wenn sich diese begehrten M&#228;nner dann aber trotzdem im Netz aufhalten und gar zeigen, dann nur aus Jux, Verlegenheit, Langeweile oder weil sie mit den anderen reichen und sch&#246;nen Jungs eine b&#246;se Wette (&#252;ber dumme Internet-Tussis) laufen haben.</p>
<p>Das droht dann also den passablen, gebildeten Frauen bis 35. Aus dieser fatalen Konstellation entsteht f&#252;r die meisten vertr&#228;umten, einsamen h&#252;bschen Mittelschichtfrauen eine neue Erkenntnis. Der Phase &#8220;Einsamkeit und Tr&#228;ume&#8221; folgen dann bei allen einige k&#252;hle Phasen der Ern&#252;chterung und Entt&#228;uschung. Und ich bin sicher, dass diese Phasen bei den sch&#246;nen Frauen sehr &#228;hnlich ablaufen (wenn sie nach einem Jahr nicht den M&#228;rchenprinzen gefunden haben.)</p>
<p>Abk&#252;hlung Nr. 1 ist die bohrende Frage, ob Frau nach allem, was an Reinf&#228;llen in den ersten Monaten bei den real-dates passiert ist, &#252;berhaupt noch menschliche Kontakte &#252;ber das Netz wagen soll. Ger&#228;t man als suchender Mann an solchen frustrierten jungen Frauen, die einiges durchgemacht haben, blickt man in Schicksale, die sofort ziemlich transparent sind. Das Mitteilungsbed&#252;rfnis ist enorm, man spricht mit ihnen nur &#252;ber andere M&#228;nner. Man sieht den zerr&#252;tteten Trostbedarf, vermisste Streicheleinheiten. Was man da erlebt, das ist letztlich nur etwas f&#252;r ausgebuffte, notorische Helfer-Naturen – also Gut-Menschen wie mich, die aber letztlich dann alles nur schlimmer machen. Solche Frauen-Versteher sind gef&#228;hrlich, weil sie letztlich nicht nur einer helfen wollen, sondern am besten mehreren und parallel.</p>
<p>Dann folgt bei den sch&#246;nen Frauen (und auch bei anderen frustrierten Netz-Suchern) Phase Nr. 2 der Abk&#252;hlung, bei der sie unbedingt mehr Distanz zu den Objekten ihrer Begierde schaffen m&#252;ssen, um es &#252;berhaupt noch auszuhalten. Denn es war bis jetzt meistens schmerzhaft. Die Schmerzen und die Nerven m&#252;ssen jetzt kontrolliert werden. Durch Distanz. Also t&#228;uschen viele sch&#246;ne Single-Frauen vor, dass sie auch gerne Singles bleiben m&#246;chte. Sie zeigen in verlogener Weise, dass es nicht dringend bei ihnen ist. So wollen gleichzeitig einen Selbstschutz erreichen, aber auch gerne Testl&#228;ufe mit M&#228;nnern fahren und eigentlich die Begehrlichkeiten der Anderen erst richtig aufkeimen lassen durch den Abstand und die vermeintlich Unerreichbarkeit. Sie wollen reizen, sich eine gr&#246;&#223;ere Aufgabe schaffen, den Haken so kr&#252;mmen, dass keiner mehr davon weg kommt.</p>
<p>In der n&#228;chsten Stufe der Ern&#252;chterung, der Phase Nr. 3, will man dann noch mehr Abstand und gibt vor, in einer festen Beziehung zu leben – angeblich will man nur mal plaudern, will etwas Kontakt. Das ist wie Waschen ohne nass zu werden. Verzweifelte Unverbindlichkeit.</p>
<p>Ganz am Ende, nach zwei oder drei Jahren, also in der Phase Nr. 4, werden die sch&#246;nen Frauen (und auch die meisten anderen, weniger sch&#246;nen) dann wieder ganz ehrlich. Es geht ihnen dann nur noch um fremdes Fleisch oder Geist oder Geld – und zwar vor&#252;bergehend. M&#246;glichst: Alles zusammen. Erwartungen hat man sich zu Verbieten, sie sind Beziehungsterror, verwerflich und zwanghaft. So zeigen sie sich. Meistens geht es aber einfach nur um Sex und viele Frauen sagen das auch und werden auf diese Weise wie die M&#228;nner. Und M&#228;nner sind, wie Sie sehen, nicht der Glanzpunkt unserer Spezies, besonders die Gut-Menschen nicht.</p>
<p>Die ausgebrannten, abgek&#252;hlten sch&#246;nen Frauen sind dem Netz-Terror oft hilflos ausgeliefert. Das alles kommt f&#252;r sie einem Offenbarungseid gleich: Jedes kulturelle Kapital, das die Frauen in den digitalen Tauschhandel einbringen k&#246;nnten, vernichten sie damit vorsorglich gleich selbst. Denn in Wahrheit ist keine Frau nur auf Sex aus. Wenn doch, dann ist es nur eine (von ihr) unbemerkte L&#252;ge. Aber das alles ist dann, in dieser desolaten Endphase, auch sowieso egal.</p>
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		<title>Tsunami - making of</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 09:34:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die 120 Tage von Siam waren eine denkw&#252;rdige Erfahrung. Zumal sie wirklich stattgefunden haben. Allerdings habe ich den Text schon einige Monate vor der Thailandreise und dem Tsunami begonnen. Dabei waren zwei Tatsachen entscheidend: Die bohrenden philosophischen Fragen meiner 9x klugen Tochter und der Thailand-Roman von Michel Houellebecq. Aber meine Tochter war sicher der wichtigste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die 120 Tage von Siam waren eine denkw&#252;rdige Erfahrung. Zumal sie wirklich stattgefunden haben. Allerdings habe ich den Text schon einige Monate vor der Thailandreise und dem Tsunami begonnen. Dabei waren zwei Tatsachen entscheidend: Die bohrenden philosophischen Fragen meiner 9x klugen Tochter und der Thailand-Roman von <span style="font-family: Arial;">Michel Houellebecq. Aber meine Tochter war sicher der wichtigste Ausgangspunkt. Das kam so:<span id="more-36"></span></span></p>
<p>Mit ihr habe ich tats&#228;chlich auf einer Nordseeinsel einen illegalen Urlaub verbracht. Zwischendurch hatte ich immer Zeit, weil sie dort ihre Mutter besucht hat. Also habe ich in der freien Zeit die Antworten auf ihre nagenden Fragen niedergeschrieben, mit denen sie mich traktiert hat, wenn ich mit ihr zusammen war. Beispiel: &#8220;Woher wissen wir, wer wir sind?&#8221; Man beachte den Plural.</p>
<p>Houllebecq hat mich mit seinen Roman &#8220;Plattform&#8221; dann von der anderen Seite erwischt: Ich musste mich einfach mit diesen schn&#246;den, depressiven Nicht-Schrift-Steller befassen, weil er seine erste Lovestory geschrieben hat und zugleich ein Loblied auf die thail&#228;ndischen Betreuerinnen der Sextoristen. So bin ich in die Sache hineingeraten. Als ich mich dann schlie&#223;lich hoch &#252;ber den Strand von Patong mit den Tsunami konfrotiert sah, war mein Schreib-Weg f&#252;r die n&#228;chsten Jahre vorgezeichnet&#8230;</p>
<p><strong>Inzwischen ist der Krimi  im worthandel : verlag erschienen:</strong></p>
<p>450 Seiten<br />
ISBN 978-3-935259-04-0<br />
Format 13 x 21cm, Paperback<br />
18,90 €</p>
<p><img style="border: 0px solid;" alt="TSUNAMI Cover" src="http://www.worthandel.de/TSUNAMI_Profilansicht.jpg"></p>
<p>Bestellungen <a href="http://www.worthandel.de/wh_rubrik/whform_bestell.htm">sind hier m&ouml;glich.</a></p>
<p>AKtuelle Infos zum Buch <a href="http://www.worthandel.de/tsunami.htm">finden Sie hier.</a></p>
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