Tsunami - making of

Die 120 Tage von Siam waren eine denkwürdige Erfahrung. Zumal sie wirklich stattgefunden haben. Allerdings habe ich den Text schon einige Monate vor der Thailandreise und dem Tsunami begonnen. Dabei waren zwei Tatsachen entscheidend: Die bohrenden philosophischen Fragen meiner 9x klugen Tochter und der Thailand-Roman von Michel Houellebecq. Aber meine Tochter war sicher der wichtigste Ausgangspunkt. Das kam so:

Mit ihr habe ich tatsächlich auf einer Nordseeinsel einen illegalen Urlaub verbracht. Zwischendurch hatte ich immer Zeit, weil sie dort ihre Mutter besucht hat. Also habe ich in der freien Zeit die Antworten auf ihre nagenden Fragen niedergeschrieben, mit denen sie mich traktiert hat, wenn ich mit ihr zusammen war. Beispiel: “Woher wissen wir, wer wir sind?” Man beachte den Plural.

Houllebecq hat mich mit seinen Roman “Plattform” dann von der anderen Seite erwischt: Ich musste mich einfach mit diesen schnöden, depressiven Nicht-Schrift-Steller befassen, weil er seine erste Lovestory geschrieben hat und zugleich ein Loblied auf die thailändischen Betreuerinnen der Sextoristen. So bin ich in die Sache hineingeraten. Als ich mich dann schließlich hoch über den Strand von Patong mit den Tsunami konfrotiert sah, war mein Schreib-Weg für die nächsten Jahre vorgezeichnet…

Inzwischen ist der Krimi im worthandel : verlag erschienen:

450 Seiten
ISBN 978-3-935259-04-0
Format 13 x 21cm, Paperback
18,90 €

TSUNAMI Cover

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